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Schlafprobleme? 4 Faktoren, die Ihren Schlaf beeinträchtigen können

Aktualisiert: 29. Dez. 2023

Schlaf ist ein wesentlicher Teil unseres Lebens, eine Zeit für die Erholung und Regeneration von Körper und Geist. In diesem Beitrag widmen wir uns der Bedeutung des Schlafs für Ihre Gesundheit. Sie erfahren, warum Tiefschlaf und REM-Schlaf so wichtig sind und welche Konsequenzen Schlafmangel oder schlechte Schlafqualität haben. Weiterhin beleuchten wir vier häufig unterschätzte Faktoren, die Ihren Schlaf negativ beeinflussen können. Abschließend erhalten Sie praktische Tipps, um Ihren Schlaf zu verbessern und somit Ihre Lebensqualität zu steigern.


Darum geht es in diesem Beitrag


Was ist Schlaf?

Besser schlafen

Schlafprobleme können unseren Alltag stark beeinträchtigen, daher ist es wichtig, den Wert eines guten Schlafs zu verstehen. Schlaf ist nicht bloß eine Phase der Ruhe und Passivität, sondern eine unerlässliche Zeit, in der Körper und Geist sich revitalisieren. Während wir schlafen, treten wir in einen Zustand der reduzierten Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit ein. Diese Ruhephase nutzt unser Organismus, um sich zu regenerieren, wichtige Körperfunktionen zu revitalisieren und essentielle Prozesse zu durchlaufen. Ein ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unverzichtbar. Wenn Sie an Schlafproblemen leiden, ist es essenziell, die Bedeutung dieser Erholungszeit zu erkennen und geeignete Schritte zur Verbesserung Ihrer Schlafqualität zu unternehmen.


Die Schlafphasen

Schlafprobleme können oft mit einem mangelnden Verständnis der Schlafphasen zusammenhängen. Der Schlafzyklus besteht aus mehreren Phasen, die in einem spezifischen Muster ablaufen, um uns eine optimale Erholung zu bieten. Zu den wichtigsten gehören der Tiefschlaf und der REM-Schlaf.

  1. Einschlafphase: Der Übergang vom Wachen zum Schlafen markiert den Beginn des Schlafzyklus. In dieser Phase sinkt die Muskelaktivität, die Atmung wird ruhiger und die Gehirnwellen verlangsamen sich. Eine entspannte Körperhaltung vor dem Schlafen beschleunigt diesen Übergang und kann Schlafproblemen vorbeugen.

  2. Leichter Schlaf: In dieser Phase vertieft sich der Schlaf weiter. Der Körper entspannt sich zunehmend, Herzfrequenz und Körpertemperatur sinken leicht ab.

  3. Tiefschlaf: Diese Phase ist entscheidend für die körperliche Erholung. Die Gehirnwellen sind hier besonders langsam, und das Erwecken aus diesem Schlafzustand ist schwieriger. Tiefschlaf unterstützt die physische Regeneration, stärkt das Immunsystem, fördert das Gedächtnis und reguliert Hormone. Störungen in dieser Phase können zu erheblichen Schlafproblemen führen.

  4. REM-Schlaf: Charakterisiert durch schnelle Augenbewegungen und erhöhte Hirnaktivität, ist der REM-Schlaf die Phase, in der intensiv geträumt wird. Der Körper ist größtenteils immobilisiert, was die physische Sicherheit während lebhafter Träume gewährleistet. Der REM-Schlaf ist zentral für kognitive Funktionen, Lernen und Emotionsverarbeitung.


Ein vollständiger Schlafzyklus, der alle diese Phasen umfasst, dauert etwa 90 bis 110 Minuten, und im Verlauf einer Nacht durchläuft man mehrere solcher Zyklen. Eine ausgewogene Verteilung von Tief- und REM-Schlaf ist für einen erholsamen und gesunden Schlaf unerlässlich.


Darum sollten Sie Ihrem Schlaf Beachtung schenken

Schlafprobleme, wie Schlafmangel und schlechte Schlafqualität, können weitreichende und schwerwiegende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben. Ein unzureichender Schlaf führt nicht nur zu kurzfristiger Müdigkeit und Erschöpfung, sondern kann auch langfristige gesundheitliche Probleme verursachen.

  1. Geschwächtes Immunsystem: Ein Mangel an Schlaf beeinträchtigt die Funktion des Immunsystems, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten führen kann.

  2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Langfristiger Schlafmangel ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden, darunter Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

  3. Stimmungsschwankungen und psychische Gesundheit: Schlafmangel kann zu Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und einem erhöhten Risiko für Depressionen und Angststörungen führen.

  4. Insulinresistenz und metabolische Probleme: Schlechter Schlaf kann die Art und Weise beeinflussen, wie der Körper Insulin verwendet, was das Risiko für Typ-2-Diabetes und andere Stoffwechselstörungen erhöht.

  5. Verminderte kognitive Funktionen: Schlafmangel beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und die Entscheidungsfindung, was die Arbeitsleistung und alltägliche Aufgaben negativ beeinflussen kann.

  6. Erhöhtes Unfallrisiko: Ermüdung aufgrund von Schlafmangel erhöht das Risiko für Verkehrsunfälle und Unfälle am Arbeitsplatz.

  7. Körperliche Schmerzen: Chronischer Schlafmangel kann zu Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und anderen Schmerzsyndromen führen.


Um diese Risiken zu minimieren, ist es wichtig, Schlafprobleme ernst zu nehmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität zu ergreifen.


Benötigt wirklich jeder 8 Stunden Schlaf um gesund zu sein?

Wie lange sollte ich schlafen?

Der Schlafbedarf variiert individuell und wird von verschiedenen chronobiologischen Präferenzen beeinflusst. Diese Präferenzen, oft genetisch bedingt, bestimmen, ob jemand ein "Morgenmensch" oder eine "Nachteule" ist und beeinflussen den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Individuelle Unterschiede im Schlafbedarf und in den Schlafgewohnheiten hängen von Faktoren wie Alter, genetischer Veranlagung und Lebensstil ab. Hier sind einige Schlüsselelemente:

  1. Schlafdauer: Während Neugeborene und Kleinkinder mehr Schlaf benötigen, wird Erwachsenen im Allgemeinen 7-9 Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen. Es ist wichtig, den individuellen Schlafbedarf zu beachten und entsprechend zu handeln, um sich ausgeruht zu fühlen.

  2. Chronotyp: Dieser beschreibt, ob man morgens oder abends aktiver ist. Morgenmenschen erwachen früh und sind vormittags produktiver, während Nachteulen abends aktiver sind. Es ist wesentlich, den eigenen Chronotyp zu erkennen und den Schlafplan darauf abzustimmen.

  3. Lebensstilfaktoren: Arbeitszeiten, Schichtarbeit und abendliche Aktivitäten wie Lesen oder Entspannungsübungen können die Schlafgewohnheiten beeinflussen. Anpassungen des Schlafplans können notwendig sein, um den Lebensstil zu berücksichtigen.


Jeder sollte seinen Körper und seine individuellen Schlafbedürfnisse verstehen, um herauszufinden, wie viel Schlaf er benötigt und wann er sich am besten erholt fühlt.


Schlafprobleme? Die vier am häufigsten unterschätzten Schlafkiller!

Die vier Schlafkiller

Schlafprobleme können oft durch alltägliche Gewohnheiten verursacht werden, insbesondere durch vier häufig unterschätzte "Schlafkiller": Koffein, spätes Essen, Blaulicht und Alkohol. Diese Faktoren beeinflussen verschiedene Mechanismen im Körper und Gehirn und können Ihren Schlaf erheblich stören.

  1. Koffein: Als Stimulans, das in Kaffee, Tee, einigen Softdrinks und Schokolade vorkommt, blockiert Koffein die Adenosinrezeptoren im Gehirn und reduziert Schläfrigkeit. Seine Halbwertszeit von 5-6 Stunden bedeutet, dass es mehrere Stunden im Körper verbleibt. Später Konsum kann das Einschlafen erschweren und den Schlaf stören.

  2. Spätes Essen: Der Konsum von schwerer, fettiger oder Rohkost spät abends zwingt den Körper, mehr Energie für die Verdauung aufzubringen, was Unwohlsein, Sodbrennen und einen erhöhten Stoffwechsel verursachen kann. Dies stört den Schlaf.

  3. Blaulicht: Elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets, Laptops und Fernseher beinhalten blauhaltiges Licht, das ähnliche Eigenschaften wie natürliches Tageslicht aufweist. Blaulicht unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, das für die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist. Durch die Exposition gegenüber Blaulicht vor dem Schlafengehen wird die Einschlafzeit verzögert und die Qualität des Schlafs beeinträchtigt.

  4. Alkohol: Auch geringe Mengen Alkohol können die Schlafqualität beeinträchtigen. Obwohl Alkohol zu Beginn das Einschlafen erleichtern kann, verhindert er die notwendige Erholung des Körpers, indem er den Puls für mehrere Stunden erhöht und die Schlafqualität in der ersten Nachthälfte reduziert.


So verbessern Sie Ihre Schlafqualität

  1. Da der Koffeinmetabolismus von Person zu Person unterschiedlich sein kann, ist es empfehlenswert, zu testen, ob Koffein einen Einfluss auf Ihren Schlaf hat. Dies kann erreicht werden, indem Sie die Koffeinzufuhr für einige Tage vollständig einschränkst oder auf den frühen Morgen beschränkst. Obwohl Sie möglicherweise keine Probleme haben, einzuschlafen, nachdem Sie am Abend einen Espresso getrunken haben, ist es wichtig, am nächsten Morgen auf Ihren Körper zu achten. Fühlen Sie sich ausgeruht und energiegeladen oder eher müde und erschöpft? Koffein wirkt sich auf verschiedene Bereiche des Schlafs aus, nicht nur auf das Einschlafen. Daher ist es am besten, selbst zu testen, inwieweit Koffein deinen Schlaf beeinflusst.

  2. Um den Schlaf nicht negativ durch eine späte Mahlzeit zu beeinflussen, empfiehlt es sich, dass Sie Ihre letzte Mahlzeit 2-4 Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen. Es ist wichtig, herauszufinden, welche Zeiten für Sie am besten funktionieren, da jeder Körper unterschiedlich auf Fastenphasen reagiert. Möglicherweise ist es für Sie anfangs zu viel, das Abendessen 4 Stunden vor dem Zubettgehen einzunehmen, denn die längere bzw. ungewohnte Fastenzeit über Nacht kann sich negativ auf Ihren Schlaf auswirken. Daher ist es wichtig, auf Ihre individuellen Bedürfnisse zu achten und bewusst wahrzunehmen, wie sich die Umstellung auf Ihren Schlaf auswirkt. Zusätzlich ist es ratsam, das Gemüse für das Abendessen zu kochen oder zu dünsten, da dies die Verdauung begünstigt.

  3. Natürlich ist es möglich, elektronische Geräte und künstliches Licht vor dem Schlafengehen zu vermeiden. Allerdings wissen wir alle, dass dies heutzutage nicht immer einfach ist. Eine Alternative, um künstliches Licht am Abend zu ersetzen, sind Kerzen. Allerdings ist dies nicht immer möglich und auf Dauer nicht sehr praktikabel im Alltag. Eine einfache und effektive Lösung sind Blaulichtbrillen. Indem Sie diese am Abend aufsetzen, filtern sie den Blauanteil aus dem künstlichen Licht heraus. Es gibt in der Regel drei verschiedene Versionen von Blaulichtbrillen: Transparente, gelbe und rote Gläser. Transparente Gläser haben oft nur eine geringe Filterstärke. Gelbe, orange oder rotfarbene Gläser, die 100% des Blaulichts blockieren, können Ihnen dabei helfen, Ihren Schlafzyklus zu schützen und Ihre Einschlafzeit sowie Schlafqualität zu verbessern. Je dunkler das Glas ist, desto mehr Lichtspektren werden herausgefiltert. Dies ist vorteilhaft für Ihr Nervensystem, kann jedoch die Farbvielfalt beim Fernsehen beeinträchtigen. Ich persönlich nutze die Brillen von Lichtblock*. Schauen Sie gerne vorbei und nutzen Sie den Gutscheincode PT10, um 10% auf Ihre Bestellung zu sparen. Die gelbe Brille eignet sich gut zum Fernsehen, da sie einen Teil des Blaulichts filtert. Die rote Brille hingegen filtert mehr Licht, ist aber aufgrund der stärkeren Tönung weniger für das Fernsehen geeignet.

  4. Alkohol ist zweifellos ein Genussmittel, und es ist völlig akzeptabel, gelegentlich etwas Alkohol zu trinken. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass Alkohol einen erheblichen Einfluss auf Ihren Schlaf hat. Viele Menschen greifen oft ohne große Überlegung zu einem Glas Wein oder einem Bier am Abend, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie es Ihren Schlaf beeinflusst. Es ist ratsam, den Konsum von Alkohol einzuschränken; beispielsweise auf das Wochenende zu beschränken oder, wenn Sie ein Glas zum Abendessen trinken, das Essen möglichst früh einzunehmen, um dem Körper ausreichend Zeit für die Entgiftung zu geben, bevor Sie ins Bett gehen.


Schlafen wie ein Baby

Testen Sie diese Tipps, um herauszufinden, was für Sie am besten funktioniert und wie Sie diese in Ihren Alltag integrieren können. Haben Sie Geduld, Ihre Schlafqualität wird sich nach und nach verbessern.


Ich hoffen, dass Sie diese Tipps nützlich finden und freue mich auf Ihr Feedback. Konnten Sie hilfreiche Erkenntnisse gewinnen?

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